Warum 

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Warum Achtsamkeit?

Kennen Sie das Gefühl, manchmal regelrecht durch Ihr Leben zu rasen und es vor lauter Pflichten und Alltag gar nicht richtig mitzubekommen? Sie fühlen sich manchmal wie fremd gesteuert und haben irgendwie den Kontakt zu sich selbst verloren? Und wissen oft gar nicht richtig, was Sie eigentlich fühlen oder was Sie brauchen? Vielleicht haben Sie manchmal das Gefühl, Situationen ausgeliefert zu sein, und Ihren Emotionen, die sie hin und her jagen?Eigentlich ist alles irgendwie okay, aber glücklich sind Sie nur, wenn mal etwas Schönes passiert?

Und vielleicht denken Sie, dass das normal ist, weil es doch fast jedem so geht? Und es wird Ihnen gerade erst bewusst, dass es auch anders sein könnte?

Was wäre wenn…

Was wäre wenn Sie immer dann glücklich sein könnten, wenn gerade nichts Schlimmes passiert. Sie glauben das geht nicht? Das dachte ich lange auch. Bis mir die Erfahrung etwas gezeigt hat. Nämlich dass wir steuern können, was wir denken.


Achtsamkeit ist kein Werkzeug.
Sie ist eine innere Haltung bzw. Lebenseinstellung und muss trainiert werden.


Durch Achtsamkeit erlangt man die Fähigkeit, Erlebtes mit Abstand zu betrachten und neu bewerten zu können. Man kann sich von Gedanken distanzieren, sich nicht mehr mit ihnen identifizieren und sie daher auf ihre Wahrheit hin überprüfen. Man ist nicht mehr so sehr in alte Erfahrungen (und abgespeicherte Emotionen) verwickelt und hat die Möglichkeit, von ihnen distanziert und von einem neutralen Standpunkt aus, zu urteilen und zu handeln. Egal ob es sich um Schmerz, Depression oder z. B. Angst handelt, bekommt man durch die „Neubewertung“ die Möglichkeit, die Erfahrung wahrzunehmen und mit ihr umzugehen, statt davon überrannt, definiert und kontrolliert zu werden.


Der Gedanke ist der Anfang von allem. Und Gedanken lassen sich steuern.
Daher ist die wichtigste Arbeit, die an den Gedanken. (Tolstoi)


Viele Philosophen haben dies in ähnlicher Form immer wieder gesagt. Und es stimmt. Das, was wir denken, steht in Wechselwirkung mit unseren Gefühlen und daraus entsteht unser Handeln. Und daraus unsere Wirklichkeit, unser ganzes Leben. Und wir ziehen auch das an, was wir denken.

Dazu kommt: Wenn wir nicht achtsam mit uns selbst sind, sind wir es auch nicht mit Anderen oder unserer Umwelt. Die Auswirkungen kann man im Privaten erleben aber auch im Berufsleben beobachten.

Diese fünf Faktoren sind das “Herz” einer achtsamen Lebensweise:

1.


Konzentrieren

2.


Beobachten

3.


Benennen

4.


Nicht anhaften

5.


Nicht reagieren

Achtsamkeit

„Der einzige Augenblick, in dem es uns möglich ist glücklich zu sein,
ist im gegenwärtigen Augenblick.

Aber da sind wir so gut wie nie..
Meist bewegen wir uns in der Vergangenheit oder in der Zukunft,
weil wir vom einen, gerne auf das andere schließen.
Damit wird der gegenwärtige Moment

nur noch halb bewusst wahrgenommen.
Geist und Körper sind nicht in Übereinstimmung miteinander.
Achtsamkeit bedeutet dementsprechend,
sich aufmerksam und bewusst dem zuzuwenden,
was im Hier und Jetzt passiert.

Was genau heißt das?

Dazu zitiere ich hier am besten jemanden, der das viel besser definiert als ich:

„Das Wort Achtsamkeit ist von jeher etwas unscharf und bedeutet nicht, was sich die meisten Leute darunter vorstellen. Die Bedeutung des Wortes ist sehr einfach und genau, wenn man es als beobachtenden Geist, Aufmerksamkeit oder Wachsamkeit der Aufmerksamkeit versteht. Wirklich wachsam zu sein, bedeutet, zu jeder Zeit zu erkennen, was im Geist vorgeht. Dann loszulassen, was Spannung im Kopf erzeugt und Körper und Geist zu beruhigen. Man beobachtet wie der gesamte Prozess abläuft und erlaubt ihm da zu sein, ohne in das „Drama“ hineingezogen zu werden. Das heißt ohne sich damit zu identifizieren, diesen unpersönlichen Vorgang persönlich zu nehmen oder den Augenblick zu kontrollieren versuchen.

(Meditationslehrer Bhante Vimalaramsi , 2009, S. 84).

In den meisten Definitionen von Achtsamkeit wird gesagt, achtsam zu sein bedeute Dinge nicht zu bewerten. Das tun wir Menschen aber so gut wie immer. Es geht also vielmehr darum, daran nicht „anzuhaften“.

Das eröffnet völlig neue Reaktions- und Handlungsspielräume und gibt uns die Möglichkeit jede Erfahrung als neu zu erleben. Auch wenn wir sie vermeintlich schon kennen.

Achtsamkeit ermöglicht zu beobachten WAS passiert und WIE wir darauf reagieren. Sie beantwortet aber nicht die Frage WARUM wir so reagieren. Hier geht es dann in den Bereich der Muster und Programme, die wir in der Kindheit als Überlebensmechanismen entwickeln und die uns auch – unbewusst – als Erwachsene steuern und schädlich wirken können. Diese Programme sind unsere Identität, Grundüberzeugungen und unsere Erwartungshaltung, die sich gegenseitig stabilisieren und verhindern, dass wir unsere Ressourcen voll ausschöpfen können. Wir kennen sie oft nicht, merken aber ihre Auswirkungen. Kommt man ihnen auf die Spur, können sie in Positive umgewandelt werden und damit persönliche Freiheit im Denken, Fühlen und Handeln ermöglichen.Wenn Sie sich dafür interessieren, schauen Sie bitte unter Lösungs-Coaching.

Wahrnehmen alleine macht aber noch nicht Achtsamkeit aus. Wichtig ist auch ein freundlich wohlwollendes Annehmen von dem, was ist, ohne Kategorisierung. Wir haben normal die Tendenz dazu, alle unsere Wahrnehmungen – soweit sie uns überhaupt bewusst sind – in Schubladen zu packen: Gut – schlecht, erwünscht – unerwünscht, meinen Zielen nützlich – unnütz für meine Ziele. Das geschieht meist so schnell und automatisch, dass wir es nicht merken. Die Achtsamkeit hilft uns dabei das zu bemerken, die Situation „anzuhalten“ und das, was passiert mit Abstand zu betrachten.

Wissenschaftliche Erkenntnisse
über Achtsamkeit

Das Interesse an Meditationstechniken (deren Grundlage Achtsamkeit ist) zum Einsatz im Bereich der Psychotherapie nahm ab den 1960er Jahren zu. Zu dieser Zeit wurden auch erste EEG-Studien durchgeführt, um die Wirkungen der Praktiken zu messen.

Seither hat sich die Neurowissenschaft immer stärker damit beschäftigt. Auch aufgrund dieser Erkenntnisse wird das Prinzip der Achtsamkeit im Rahmen von Therapien oder Prävention immer mehr eingesetzt. Eine Vielzahl von Studien beweist die Wirksamkeit. Wie genau es aber funktioniert, ist noch relativ unklar.

Eine Studie wurde mit einem buddhistischen Mönch – dessen Gehirnströme zeigten, dass er sich anscheinend ständig in einem Zustand des Glücksgefühls befindet – durchgeführt. Sein Geheimnis: Intensive Meditation.

Eine Theorie dazu wurde 2006 von Shapiro, Astin und Freedmann entwickelt. Hiernach wird die Wirkung von Achtsamkeit auf drei Komponenten zurückgeführt. Diese Komponenten sind Intention, Aufmerksamkeit und Haltung.

Mit Intention ist gemeint, dass man weiß, warum man Achtsamkeit übt. Die Intention hat erhebliche Auswirkungen auf das Resultat in der Praxis. Unter Aufmerksamkeit wird die Fähigkeit verstanden, von Moment zu Moment seine inneren und äußeren Erfahrungen beobachten zu können. Diese Fähigkeit wird von vielen Psychologen als wichtige Voraussetzung für geistige Heilungsprozesse gesehen und stellt das Kernstück der Achtsamkeit dar.

Auch die Haltung, mit der man Achtsamkeit übt, hat Einfluss auf das Ergebnis. Man kann z. B. mit einer kalten und kritischen Haltung Achtsamkeit üben oder mit einer offenherzigen und freundlichen. Durch letztere entwickelt sich Akzeptanz, Gelassenheit und Gleichmut, bzw. die Fähigkeit, nicht ständig nur die erfreulichen Erfahrungen zu suchen und die unerfreulichen zu meiden. (Shapiro et al. 2006).

Auszüge aus Studien

„Erste wissenschaftliche Studien belegen eindeutig, dass der Bereich des Gehirns, der für Stressresistenz zuständig ist, sich positiv verändert. Schon wenige Wochen der Achtsamkeitspraxis verändern das Gehirn und Gedächtnis- und Gefühlszentrum werden leistungsfähiger. Stressbewältigung durch Achtsamkeit ist nicht kognitiv verstehend, nur die Haltung und Übung in der Achtsamkeitspraxis bringt positive Veränderungen, seelisch und neurologisch.“

(Werner, 2011).


„In vielen Studien konnte gezeigt werden, dass Achtsamkeitsmeditation positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit hat. Besonders im Zusammenhang mit Arbeitsstress und Burnout hat sich Achtsamkeit als eine effektive Methode erweisen, um zu lernen, mit Stress umzugehen und Burnout-Symptome wie physische, emotionale und mentale Erschöpfung zu reduzieren.

(Kobarg, 2007).


„So konnte gezeigt werden, dass sich durch ein acht Wochen langes Achtsamkeitstraining Burnout-Symptome erheblich reduzieren und das subjektive Wohlbefinden steigern ließen. […] Signifikante Verbesserungen gab es in allen POMS-SF Skalen und in der MBI-Skala „emotionale Erschöpfung“. Das heißt, bereits durch eine achtwöchige Achtsamkeitsintervention ergab sich eine Verringerung verschiedener Belastungssymptome.


In einem Achtsamkeitstraining mit 91 an Fibromyalgie erkrankten Frauen ließen sich Depressionen reduzieren, die häufig mit der Erkrankung einhergehen und es konnte die subjektive Schmerzwahrnehmung und Schlafqualität verbessert werden.

Weitere positive Effekte von Achtsamkeitsmeditation konnten für eine Vielzahl psychischer und physischer Erkrankung gezeigt werden, etwa für Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, chronische Schmerzen und zur Unterstützung der Therapie von verschiedenen Krebserkrankungen.“

(Werner, 2011)